Es ist wieder Saison. Peinlich gekleidete, betrunkene und zukünftige Bräute ziehen durch die Innenstadt. Dicht gefolgt von Junggesellengruppen, bei der der Bräutigam die unmöglichsten Aufgaben lösen muss. Es ist eben Tradition. Die Planung eines Junggesellenabschieds (Kurz JGA) ist die Königsdiziplin der Trauzeugin oder des Trauzeugen. Vor der Hochzeit nochmal um die Häuser ziehen und eine legendäre Party feiern, das klingt super, wird aber nicht selten zum Desaster. Warum? Das wollen wir in den folgenden Punkten kurz erläutern.

Zeitplan & Budget

Drei Wochen vor der Hochzeit den Junggesellenabschied planen. Sicherlich haben alle 15 Teilnehmer an dem Wochenende vorher noch nichts vor und natürlich warten die Wunschlocations nur auf Euch. Zudem ist der Kurztrip nach Ibiza auch kein Problem, da ja bezahlbare Flüge stets verfügbar sind.

Unser Tipp:

Fangt mindesten 3 Monate vor der Hochzeit an die Teilnehmer zu informieren und den Termin festzulegen, die Anreise und Übernachtung zu planen und einen groben Programmablauf zu skizzieren. Je größer die Party-Crew wird, desto schwieriger wird die Koordination des Termins. Achtet außerdem etwas auf die jeweiligen Vermögensverhältnisse, denn oft entstehen neben den Kosten für den Tag selber auch weitere Kosten, wie Anreise, Hotel oder Ähnliches. Bei Geld hört die Freundschaft bekanntermaßen oft auf.

Programm und Veranstaltungsort

Für den Bräutigam ist ein Road-Trip nach Amsterdam mit Besuch in einem edel Stripclub geplant? Obwohl dieser ein absoluter Naturfreund ist und an den Wochenenden Mountainbiken oder Klettern geht. Für die Braut soll es zum Paintball gehen, obwohl diese lieber Wellness macht?

Unser Tipp:

Natürlich klingt der JGA in Vegas, a la Hangover, nach einem legendären Event. Aber passt das auch zur Braut oder Bräutigam? Das Programm sollte auf die Teilnehmer und die Hauptperson abgestimmt sein. So ist die Bridal Shower meist ansprechender für die Wellness-liebende Braut, als mit einem Bauchladen durch die Kneipen zu ziehen. Wer aber doch eine Kneipentour plant, sollte im Vorfeld reservieren, sonst kann Abend schnell trocken werden. Macht Euch auf jeden Fall auch einen Plan B, falls das Wetter nicht mitspielen sollte.

Peinlichkeitsfaktor

Es sieht sicherlich amüsant aus, wenn die zukünftige Braut mit Schwimmflügeln Passanten animieren soll bei ihr Schwimmunterricht im nächsten Brunnen zu nehmen oder den Junggesellen im rosa Hasenkostüm über die Paintballanlage zu jagen. Alles witzige Ideen – keine Frage. Das ist aber auch eine zeitlich begrenzte Peinlichkeit.

Bitte nicht:

Anders sieht es aus, wenn der Junggeselle oder die Junggesellin voll kostümiert den ganzen Abend verbringen muss. Gerade wenn die Erlösung aus dem Kostüm an Spiele geknüpft ist, kann das die Stimmung der Braut oder des Bräutigams schnell kippen, was nicht selten passiert. Klärt also vorher welche Does and Don’ts es seitens des Junggesellen oder der Junggesellin gibt und überlegt, ob IHR den letzten Single-Abend verschwitzt und teilweise gedemütigt verbringen wölltet.

Kommunikation und Entscheidung

Die WhatsApp-Gruppe zu erstellen, um dort alle wichtigen Informationen zu posten und von jedem seine Meinung einzuholen, ist die beste Idee, die ein Trauzeuge haben kann. 20 Minuten suchen, um zu sehen, wer zugesagt hat, ist der organisatorische Supergau. Das ist nicht nur für den Trauzeugen oder die Trauzeugin chaotisch, sondern auch für die Teilnehmer.

Unser Tipp:

Fasst auf dem gewählten Kommunikationskanal regelmäßig für die Teilnehmer regelmäßig die Information zusammen, damit Alle auf den gleichen Stand sind. Hierfür eignet sich auch mal eine E-Mail und für Umfragen oder Abstimmungen gibt es zum Beispiel kostenlose Tools wie Doodle. Es müssen auch nicht immer alle einer Meinung sein. Der oder die Verantwortliche für den JGA vertritt die Braut oder den Bräutigam, daher sollte dieser bei Entscheidung das letzte Wort haben.

Zusammenfassung:

Viele Herausforderungen bei der Planung des Jungessellenabschiedes entstehen oft, weil die Teilnehmer sich untereinander nicht kennen. Hier bedarf es einer engen Abstimmung zwischen Brautpaar und Trauzeugen, damit diese wissen, was sie von den Teilnehmern erwarten können. Unser Trauzeugen Playbook enthält einen extra Abschnitt, der die Kommunikation zwischen Brautleuten und Trauzeuge vereinfacht. Neben den wichtigen Informationen zur Party-Crew, findet Ihr dort auch eine Does and Dont’s Seite, auf der die Wünsche für den JGA festgehalten werden.

Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Organisation und eine tolle Party!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.